08.10.2026

Kabelnetze bleiben ein Baustein der bezahlbaren Gigabitversorgung



In der Diskussion um die Migration von Kupfer auf Glas taucht immer wieder die Forderung auf, nicht nur DSL- sondern auch Kabelnetze abzuschalten. Dabei wird übersehen, dass die DSL- und HFC-Netze technisch, wirtschaftlich und mit Blick auf die heutige Gigabitversorgung unterschiedliche Rollen haben.

  • HFC-Netze sichern eine breite Gigabitversorgung.
  • Sie ermöglichen schnelle Bandbreitensteigerungen bei vergleichsweise niedrigen Investitionen.
  • HFC-Netze bleiben wirtschaftlich relevant.

Im Tarifvergleich der BUGLAS-Analyse der koaxialbasierten Breitbandinfrastruktur in Deutschland heißt es: “HFC bleibt mittelfristig der ökonomisch dominierende Massenmarktstandard im Gigabitbereich.”

Natürlich ist Glasfaser die Technologie der Zukunft. Bei Stabilität, Energieverbrauch, Upload und Skalierbarkeit ist sie HFC überlegen. Aber: DSL und Kabel dürfen nicht über einen Kamm geschoren werden. Die Migration wird nicht durch das Abschalten funktionierender Gigabitnetze gelingen, sondern durch einen verlässlichen Glasfaserausbau, attraktive Angebote und echte Wahlmöglichkeiten für die Kunden. 

Die Analyse erwartet in den kommenden 10 bis 15 Jahren einen wachsenden Druck auf die Profitabilität von HFC-Netzen. Treiber sind steigende Betriebs- und Wartungskosten, Energiebedarf, Ersatzteilaufwand und der zunehmende Wettbewerb durch Glasfaser. Das spricht dagegen, leistungsfähige Kabelnetze pauschal und vorschnell aus der Gigabitversorgung herauszunehmen.


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